Montag, 22. Februar 2010

Februar 26, 2010

Am Montagmorgen brachen 50 Personen aus Viola von Cramons Wahlkreis und Region zu einem dreitägigen Aufenthalt in Berlin auf. Es handelte sich um eine sogenannte „Informationsreise für politisch Interessierte“. Alle Abgeordneten des deutschen Bundestags haben die Möglichkeit dreimal pro Jahr jeweils 50 Personen zu einer derartigen Reise einzuladen. Informationen dazu finden Sie hier.

Es ging los am Bahnhof in Northeim, in Göttingen und Braunschweig stiegen weitere Teilnehmer zu. Am Berliner Hauptbahnhof wartete bereits  – als Reiseleitung vor Ort – Frau Kästner vom Bundespresseamt auf die Gruppe. Sie sollte an allen drei Tagen die Gruppe begleiten und kompetent durch das Programm führen – was sie wahrlich kurzweilig und sehr interessant tat.

Das Bundespresseamt hatte für die 3 Tage ein interessantes tagfüllendes Programm zusammengestellt – zum Luftholen waren die Abende vorgesehen….

Von Termin zu Termin ging es in einem Berliner Doppeldecker.

Am ersten Tag stand ein Informationsgespräch im Auswärtigen Amt an. Ein Referent berichtete über die Funktion und Aufgaben des Auswärtigen Amtes, anschließend war es möglich Fragen zu stellen.

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Dienstag, 23. Februar 2010

Februar 26, 2010

Am Dienstag Morgen fand sich die Gruppe bereits um 8.30 Uhr zum Sicherheits-Check im Reichstagsgebäude ein. Danach ging es zur Besichtigung in den Plenarsaal. Auf der Besuchertribune gab es einen interessanten Vortrag zu den Aufgaben und der Arbeit des Parlaments.

Was ist zum Beispiel der „Hammelsprung“? Zur Erklärung: Im Bundestag wird bis heute per Handzeichen abgestimmt und die Auswertung dieser Abstimmung findet nicht nach genauer Zählung sondern nach Schätzung statt. Ist der Sitzungsvorstand sich nicht einig über das Ergebnis, verlassen die Abgeordneten für den Hammelsprung den Plenarsaal und betreten ihn dann wieder durch eine von drei Türen, die jeweils für Ja, Nein oder Enthaltung stehen. Für die Zählung stehen dann an jeder Tür zwei Schriftführer bereit.

Der Name „Hammelsprung“ geht übrigens auf ein Intarsienbild über einer Abstimmungstür im alten Reichstagsgebäude zurück. Das Bild zeigte den blinden Polyphem aus der griechischen Sage, der seine Hammel zählt, unter deren Bäuchen sich Odysseus versteckt hatte und fliehen konnte.

Im Anschluss an den Vortag im Plenarsaal ging es zur Diskussionsveranstaltung  mit Viola von Cramon in einen Nebenraum des Reichstagsgebäudes. Viola von Cramon erzählte von Ihren Erfahrungen während der Reise zu den Olympischen Spielen nach Vancouver. „Gibt es ein überhaupt ein grünes Olympia?“ (dazu HNA-Interview als pdf hier). Die Zuhörer erhielten einen Einblick ins Innenleben der Fraktion und des Bundestags.

Foto: Rainer Lutter

Foto: Rainer Lutter

Das obligatorische Erinnerungsfoto für Besuchergruppen unter der Glaskuppel im Reichstagsgebäude.

In der Mittagszeit spazierten die einen, die anderen fuhren mit dem Bus vom Reichstagsgebäude zur Landesvertretung Niedersachsens. Niedersachsen teilt sich in Berlin ein neues modernes Gebäude mit Schleswig-Holstein.

Hier wartete ein deftiges Essen niedersächsisches Art: Grünkohl und Pinkel, Kassler und Kartoffeln.

Eine Umweltreferentin der Landesvertretung gesellte sich nach dem Mittagessen dazu und gab einen Einblick in niedersächsische Politik in Berlin.

Nachmittags ein Besuch in der Parteizentrale Bündnis 90/Die Grünen. Die Bundesgeschäftsstelle befindet sich in Berlin Mitte.

Der Erdbär!

In der Bundesgeschäftstelle gab es zum Kaffee eine Präsentation zur Geschichte von Bündnis 90/ Die Grünen und anschließende Diskussion.

Der letzte Programmpunkt des Tages war ein Besuch im Jüdischen Museum in Berlin-Kreuzberg. Ein überaus interessantes sehr großes Museum, das in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nur ausschnitthaft besichtigt werden konnte. Ein Grund zukünftig noch einmal wiederzukommen!

Foto: Rainer Lutter

Foto: Rainer Lutter

Foto: Rainer Lutter

Mittwoch, 24. Februar 2010

Februar 25, 2010

Am dritten und letzten Tag der Informationsreise besuchte die Gruppe vormittags die Gedenkstätte Berlin Hohenschönhäusen, die sich seit 1994 auf dem Gelände der früheren zentralen Untersuchungshaftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit  befindet. Zwei ehemalige Häftlinge führten die Besucher durch das Gefängnis und informierten sie aus ihrer persönlichen Geschichte heraus über die Haftbedingungen und Verhörmethoden des DDR-Staatssicherheitsdienstes.

Abschließend fuhr die Gruppe  zum Besucherzentrum des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Berlin-Mitte. Anhand eines Films sollte in die Arbeit des Ministeriums eingeführt werden. In der nachfolgenden längeren Diskussion ging der Referent auf die zahlreichen Fragen aus der Gruppe ein.

Über Braunschweig und Göttingen endete die Reise am späten Abend wieder in Northeim. Interessanterweise war man sich in der Gruppe nahezu einig, dass es 3 Programmhöhepunkte gegeben hatte: die Besichtigung des Reichstagsgebäudes mit anschließendem Gespräch mit Viola von Cramon und der Besuch in der Gedenkstätte Hohenschönhausen!